02.04.13 dieter:
Umpacken ist angesagt, wir nehmen nicht den ganzen Krempel
mit und lassen einen Koffer im Hotel in Puno zurück. Bis Donnerstag können wir
mit reduzierter Gepäckmenge leben. Gleich nach dem Frühstück wandern wir bis
ans Ende des Langen Stegs
vor dem Hotel wo uns schon das Boot
erwartet. Einsteigen, nur wir Zwei plus ein Ehepaar aus Bilbao (Baskenland).
Platz hätte es noch für weitere 20 Gäste.
Wir legen ab und fahren in Richtung Uros.
Die
Schwimmenden Schilf-Inseln. Die Bilder von hier kennt jeder aus den
Ferienprospekten. Nur, dass es das wirklich gibt, und nicht nur für die Reklame
gestellt ist, haben wir heute erlebt. Klar ist das Ganze für UNS Touris
aufgemacht, doch die Leute leben wirklich hier und so wie wir es gesehen haben.
Die Dorf-Chefin hat das Sagen und wird jeweils in bestimmten Abständen demokratisch gewählt. Es wurde uns auch erklärt, wie die Uros leben und wie ihre Inseln entstehen. Das war wirklich interessant.
Wie die verschiedenen Schiffe gebaut werden erläuterte unser
Guide sehr plastisch indem er die Schiffsarten mit Automarken verglich.
Jedenfalls durften wir am Schluss noch Mercedes fahren.
Die
Insulaner verabschiedeten uns singend
Nach Uros ging’s weiter nach Taquile. Diese Insel ist
bekannt durch die strickenden Männer.
Dass die Frauen
gleichzeitig sehr schöne Dinge weben ist natürlich weniger bekannt.Auch hier wurde unser „Touristendampfer“ begrüsst und wir wurden beim Eingangstor mit Handschlag durch die Einwohner empfangen.
Warum die Mützen und Schals mit welchem Ornament gefertigt
werden, war sehr interessant zu erfahren.
Zum Schluss der Vorführung erlebten wir noch wie die Wolle
der Tiere gewaschen wird. Keine Seife oder Waschmittel, nein nur Pflanzen.
Und es schäumt wirklich und die Wolle ist nachher sauber. Auch
beim Abschied werden wir mit Handschlag auf die Reise geschickt.
Nach einer langen und schnellen Fahrt über den Titicacasee
erreichen wir Suasi. Eine kleine fast unberührte Insel. Nur das Hotel ist Zeuge
unserer Zivilisation. Am Steg werden wir von den Leuten begrüsst, die gestern
hergekommen sind. "Oben liegt noch Schnee" witzelt der eine Schweizer, und
tatsächlich liegen noch ziemlich grosse Überreste des letzten Gewitters mit
Graupelschauer.
Die ganze Tour dauerte mit den Inselbesuchen fast 6 Stunden,
der See ist 16 mal grösser als der Bodensee.
Die erste Hälfte unserer Reise ist schon bald vorbei. Gut dass wir die Reise dokumentieren, so können wir jeweils nachlesen wie es wo war ;-) Ob wohl noch jemand mitliest?

